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Hinweise auf den Luchs oder den Wolf erfordern eine zeitnahe Überprüfung durch einen Experten. Bei Sichtungen, Spuren, Rissen, Rufen, Kot- / Haarfunden oder tot aufgefundenen Luchsen bzw. Wölfen wird um unmittelbare Meldung an die FVA gebeten. Von dort wird jede Meldung vertraulich an einen Experten zur Verifizierung weitergeleitet.

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt FVA
Tel.: (0049) 0761 4018274
e-mail: wildtiermonitoring.fva-bw@forst.bwl.de

oder

An den Wildtierbeauftragten Ihres Landkreises
erreichbar über das Forstamt.

Methoden
Das Monitoring von seltenen Wildtierarten liefert wichtige artspezifische Informationen über die Verbreitung, Dichte, Bestandesentwicklung und ggfs. Wiederbesiedlung ausgewählter Tierarten. Monitoringdaten sind unabdingbare Grundlagen für die Erarbeitung und die gesellschaftliche Akzeptanz von langfristigen Management- und Schutzkonzepten. Aus diesem Grund werden seit 1995 auch für den Schwarzwald Luchs-Meldungen erfasst. In den ersten Jahren wurde das Monitoring von der Luchsinitiative angestoßen, von der Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur) finanziell unterstützt und in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg weiterentwickelt. Die Ergebnisse für die Jahre 1995 bis einschließlich 2003 sind unter
http://www.euronatur.org/Schwarzwald.78.0.html
einsehbar und veröffentlicht in: Kaphegyi, T.A.M., Kaphegyi, U., and Müller, U. 2006. Status of the Eurasian Lynx (Lynx lynx) in the Black Forest Region, Soth West Germany. Mammalian Biology 71: 172-177.

Für die Kontrolle von Luchs-Hinweisen und die zentrale Zusammenführung von Luchs-Nachweisen ist seit dem Jahr 2004 die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) zuständig. Jeder Luchs-Hinweis wird von erfahrenen Wildbiologen in enger Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern vor Ort kontrolliert. Die Ergebnisse sind am Ende dieser  Seite in Form von Karten abrufbar. Seit dem Jahr 2010 ist die Kontrolle von Wolfshinweisen ebenfalls Aufgabe der FVA.

Wildtierbeauftragte
Das von der FVA aufgebaute Bestandsmonitoring seltener Wildtierarten dient bisher der langfristigen Erfassung von Nachweisen der Tierarten Auerhuhn, Haselhuhn, Luchs, Wildkatze, Wolf, Dreizehenspecht, Sperlingskauz, Raufußkauz und Habicht. Räumlicher Schwerpunkt des Monitoring ist der Schwarzwald. Dieses Monitoring erhebt nicht den Anspruch auf eine wissenschaftlich abgesicherte Vollständigkeit, sondern ist darauf ausgerichtet, alle zufälligen Beobachtungen seltener Wildtiere systematisch zu erfassen und auszuwerten. Es wurde im Jahre 2000 begonnen und wird seither kontinuierlich weiterentwickelt. Als „Leute vor Ort“ konnten sogenannte Wildtierbeauftragte gewonnen werden. Diese Funktion wird überwiegend von Förstern übernommen, aber auch Jäger und andere geeignete Personen können als Wildtierbeauftragte fungieren. Inzwischen wurde von jedem Landkreis in Baden-Württemberg zumindest eine Person als Wildtierbeauftragter gemeldet.
Die Wildtierbeauftragten erfassen die von Förstern, Jägern und anderen Personen gemachten Beobachtungen sowie indirekten Nachweise (Losung, Spuren etc.) und leiten sie an die FVA weiter.





Hinweise und deren Beurteilung auf Qualität
Es gibt unterschiedliche Hinweise, die auf die Anwesenheit eines Luchses bzw. Wolfes schließen lassen. Welche Aussagekraft ein Hinweis hat, hängt unter anderem von der Art des Hinweises ab und davon, ob ein Experte diesen Hinweis überprüfen konnte.
International anerkannte Maßstäbe für die Beurteilung von solchen Hinweisen setzen die SCALP-Kriterien (Status and Conservation of the Alpine Lynx Population) nach Molinari-Jobin et al. (2003). Diese ordnen jeden Hinweis einer von drei Kategorien zu. Im Folgenden werden diese erläutert:


  • C1: „hard facts“ wie Totfunde, Fotobelege, eingefangene Luchse oder genetische Nachweise
  • C2: von Experten überprüfte und bestätigte Hinweise wie Risse, Haare, Kotfunde oder Trittsiegel
  • C3: alle Beobachtungen und Lautäußerungen sowie von der Allgemeinheit gemeldete Risse, Haare, Kotfunde oder Trittsiegel, die nicht von Experten überprüft werden konnten



Kontrolle von Luchs- oder Wolfs-Hinweisen
Unter der Telefonnummer 0761 / 4018 274 können Tag und Nacht Beobachtungen oder Funde, die auf die Gegenwart eines Luchses bzw. Wolfes schließen lassen, gemeldet werden. Ebenso kann die Mitteilung eines Hinweises an den Wildtierbeauftragten des jeweiligen Landkreises erfolgen. Jede Meldung wird so schnell wie möglich vor Ort überprüft. Für diese Überprüfung ist es besonders wichtig, dass die Nachweise wie Riss, Haare, Kot oder Trittsiegel möglichst an ihrem Fundort belassen und so wenig wie möglich verändert werden. Bei der Gefahr, dass ein Nachweis verloren gehen kann (z.B. Spur im Schnee), ist es sehr hilfreich Fotos mit einem Größenvergleich zu machen. Im Vordergrund der Kontrolle stehen neben Gesprächen mit dem Melder vor allem die Überprüfung von Spuren oder eines möglichen Luchs- bzw. Wolfs-Risses und den jeweils gegebenen Begleitumständen (Lage der Fundstelle, Eignung des Lebensraums in der Umgebung etc.).


Ergebnisse
Alle an die FVA gemeldeten Luchs-Hinweise
sind in Karten über die folgenden Links aufrufbar.


Sämtliche Hinweise des Jahres (C1-C3)

Luchs-Hinweise 2013

Luchs-Hinweise 2012

Luchs-Hinweise 2011

Luchs-Hinweise 2010

Luchs-Hinweise 2009

Luchs-Hinweise 2008

Luchs-Hinweise 2007

Luchs-Hinweise 2006

Luchs-Hinweise 2005

Luchs-Hinweise 2004

Luchs-Hinweise 2003

Luchs-Hinweise 2002

Luchs-Hinweise 2001


Luchs-Hinweise vor 2001


Übersicht Hinweise 1994-2010 (nur C1 und C2)

photo: echle


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